Der städtebauliche und landschaftsplanerische
Ideenwettbewerb

 

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Auf einen Blick

Der europaweite städtebauliche und landschaftsplanerische Ideenwettbewerb für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Ostfeld läuft derzeit. Doch was ist überhaupt ein Ideenwettbewerb? Was ist das Ziel des Ideenwettbewerbs? Wo genau liegt das Planungsgebiet und was zeichnet dieses aus? Welche Vision und Ziele gibt es für dieses Leuchtturmprojekt? Wie läuft der Ideenwettbewerb ab und wie wird die Bevölkerung daran beteiligt? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Eine Vision für die Stadterweiterung Wiesbadens

Die Vision: Am Fort Biehler soll ein grünes und innovatives Stadtquartier entstehen, in dem ökologische, klimatische und landschaftliche Entwicklungsziele in Einklang mit der neuen Bebauung für Wohnen und Arbeiten gebracht werden.

Eine Vision für die Stadterweiterung Wiesbadens

Es gehören Phantasie, Mut und Verantwortungsbewusstsein dazu, einen neuen Stadtteil für mindestens 10.000 Menschen und Arbeitsplätze im ähnlichen Umfang zu planen. Denn aus dem, was heute geplant wird, kristallisiert sich erst in 10, 20 oder 30 Jahren der Lebensraum für eine Stadtgesellschaft heraus, deren Lebensmodelle und Alltagspraktiken sich in einem permanenten Veränderungsprozess befinden.

Für die Stadterweiterung im Wiesbadener Ostfeld braucht es eine offene und lernende Konzeption, die in der Lage ist, sich veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Insbesondere vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Klimakrise soll Nachhaltigkeit und Resilienz in der Planung im Fokus stehen. Eine solche Haltung muss sich in der Qualität der zu gestaltenden Gebäude und Freiräume widerspiegeln. Mit dem hier ausgelobten Ideenwettbewerb wird angestrebt, ein starkes, eigenständiges und weiterentwickelbares Konzept auf den unterschiedlichen Maßstabsebenen – sowohl hinsichtlich der Siedlungsbereiche als auch der Landschaftsräume zu finden.

Bei aller Offenheit in der weiteren Entwicklung gibt es schon jetzt klare Regeln und Vorstellungen, wie der Stadtteil auszusehen und zu funktionieren hat, damit die Stadtentwicklungsmaßnahme zu einem Leuchtturmprojekt für die Region und darüber hinaus wird. Im Zusammenspiel aller in die bisherige Planung involvierten Akteure wurde eine Vision für den neuen Stadtteil am Ostfeld skizziert:

Der überwiegende Teil des Planungsgebiets bleibt unbebaut. Daher wird die Landschaft zum räumlichen Taktgeber und zum bestimmenden Einflussfaktor für die Qualität des gesamten Stadtteils. Der Landschaftsraum nimmt die städtebauliche Entwicklung buchstäblich in sich auf, wobei Landschaft und Siedlungsbereiche eine sich wechselseitig begünstigende Beziehung eingehen. Das Ausbalancieren von Erhalt und Neuentwicklung bestimmen das weitere Vorgehen. Wichtige ökologische, klimatische und landschaftliche Funktionsbereiche werden dauerhaft geschützt und gestärkt. Der besondere Charakter des heutigen Landschaftsbildes wird behutsam weiterentwickelt. Die Qualität der Topografie, mit dem Blick in die Weiten des Rheinbeckens und den renaturierten Hügeln der Deponien nebenan, bleibt erhalten.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Umgang mit den begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen und Schutzgütern. Eine effiziente Flächennutzung, die Einbindung in das Landschaftsbild und der Erhalt von Sichtachsen, wie auch die Berücksichtigung kultur- und artenschutzfachlicher sowie biotopstruktureller Erfordernisse werden zu integralen Bestandteilen des Entwicklungskonzepts.

Die beiden Siedlungsbereiche, bestehend aus dem Stadtquartier rund um das Biehler Wäldchen und dem zentralen Standort für das Bundeskriminalamt (BKA) neben dem Kalkofen, entwickeln sich aus den Bedingungen der Landschaft heraus und sind mit dieser aufs Engste verknüpft. Die neuen Quartiere zeichnen sich durch zusammenhängende, durchgrünte und überwiegend dem Fuß- und Radverkehr vorbehaltene öffentliche Räume aus. Die geeigneten Teile des umgebenden Landschaftsraums übernehmen wichtige Funktionen für Freizeit, Naherholung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Die Multicodierung von Freiflächen im Siedlungs- wie im Landschaftsraum schont Ressourcen und dient der Belebung.

Besonderes Merkmal des BKA-Campus-Neubaus sind Orte der Begegnung, die den Austausch und die Kommunikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl im Arbeitsumfeld als auch im attraktiven Freiraum fördern. Der neue Campus der Bundesbehörde wirkt identitätsstiftend und weist gemäß seiner baukulturellen Verantwortung und Vorbildfunktion eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität auf.

Das Stadtquartier am Biehler Wäldchen zeichnet sich durch eine vielfältige und innovative Architektur aus, die Raum für unterschiedliche Formen des Wohnens und Arbeitens sowie zeitgemäße Formen der Bildung in einem eigens entwickelten Konzept anbietet. Die unterschiedlichen Gebäudetypologien mit einem hohen Anteil an gemeinschaftlich orientierten Wohnmodellen reflektieren die soziale Vielfalt. Sie stehen für eine bunte, kulturell diverse und altersdurchmischte Bevölkerung. Es entsteht ein lebenswerter Stadtteil mit einer funktionierenden Nahversorgung und einer sozialen Infrastruktur, in dem der Mensch der Maßstab ist.

In der baulichen Umsetzung werden Aspekte der Kreislaufwirtschaft, ein   ressourcen­schonendes Wassermanagement, die regenerative Energieversorgung und die CO2-Neutralität im Betrieb eine zentrale Rolle spielen.

Abschließend stellt sich die Frage, welche ästhetischen Prinzipien bei der städtebaulichen und landschaftsplanerischen Entwicklung des neuen Stadtteils zugrunde gelegt werden können. Wiesbaden blickt diesbezüglich auf eine reichhaltige Stadtbaugeschichte mit einem hohen baukulturellen Erbe zurück. Anders als in den vergangenen Jahrhunderten geschieht Stadtentwicklung heute diskursiv, eingebettet in einen demokratischen Prozess. Der Ideenwettbewerb wird erste Antworten geben und wertvolle Grundlagen für die weitere Entwicklung liefern.

In jedem Fall wird die Entwicklungsmaßnahme in ihrer Konzeption und Gestaltung Pioniercharakter für alle weiteren Projekte der Stadt Wiesbaden haben und ein herausragendes Beispiel zukunftsfähiger Stadtentwicklung verkörpern. Im besten Fall kann sie als urbaner Experimentierraum, als Labor für zukünftige Anforderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung begriffen werden.

Zielbild Siedlungsraum

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Ausgangspunkt und zentrale Zielsetzung für die Gebietsentwicklung im Ostfeld ist die Schaffung eines lebendigen und zukunftsweisenden Stadtquartiers für mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner samt der notwendigen technischen, grünen und sozialen Infrastruktur im Umfeld des Biehler Wäldchen/Fort Biehler sowie die Ansiedlung eines neuen zentralen Standortes für das BKA nördlich der BAB 66. Der räumliche Zusammenhalt zwischen den beiden Siedlungsbereichen und zu den angrenzenden Stadtteilen wird im Wesentlichen durch den umgebenden Landschaftsraum hergestellt, dem insofern eine herausragende Bedeutung als Orientierung und Verknüpfung sowie identitätsstiftender Bestandteil der räumlichen Neuordnung zukommt.

Die Notwendigkeit des Landschaftsschutzes und die im Zielbild Landschaftsraum beschriebenen differenzierten Herausforderungen und Qualitäten gehen einher mit der Anforderung an einen möglichst geringen Flächenverbrauch und Versiegelungsgrad bei den neu zu bebauenden Gebieten. Im städtebaulichen Entwurf muss es darum gehen, ein Maximum an verträglicher urbaner Dichte bei gleichzeitiger Maximierung der Freiflächen zu gewährleisten und den Landschafts- und Siedlungsraum gemeinsam zu betrachten. Dabei kommt den Übergangsbereichen eine besondere Bedeutung zu.

Ein Beitrag zur effizienten Flächennutzung kann und sollte in der „Multikodierung“, d. h. der Mehrfach- oder Nacheinander-Nutzung, von Freiflächen liegen. Eine solche Verdichtung und Überlagerung von Nutzungen dient der Belebung, Aneignung und sozialen Mischung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Nachhaltigkeit des Quartiers. Dies ermöglicht auch neue Ansätze von umwelt- und klimarelevanten Anforderungen im Siedlungsraum als Synergien mit den Freiflächen zu denken.

Für das gesamte Gebiet ist das Prinzip des „menschlichen Maßstabs“ zugrunde zu legen. Dies gilt sowohl für die Freiflächen und Bewegungsräume als auch für die zukünftige Bebauungsstruktur. Neben einem qualitätvollen und differenzierten Konzept für die Nutzung der Außenräume ist besonderes Augenmerk auf eine angemessene Zonierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen zu achten. Diese sollen weitgehend autofrei und daher insbesondere für Kinder und ältere Menschen gefahrlos zu nutzen sein. Wohnungsnahe Spielflächen, gemeinschaftlich zu nutzende Gärten (z. B. organisiert durch lokale Vereine o. ä.) bilden die Grundlage für die Herausbildung vitaler Nachbarschaften und ermöglichen neue Qualitäten für das Wohnumfeld zu konzipieren.

Aspekte der Klimaresilienz sind bei der Gestaltung der Freiräume in den einzelnen Bereichen des Stadtquartiers besonders zu berücksichtigen. Dies betrifft die Verschattung, Kühlung, Durchlässigkeit für die Kaltluftströme von Nord nach Süd, Aufnahme und Versickerung von Oberflächenwasser aus Starkregenereignissen, etc.

Die zukünftige Bebauung in dem neuen Stadtteil berücksichtigt ebenfalls die vielschichtigen Rahmenbedingungen, die sich aus Umweltbelangen, Landschaftsbezügen, Mobilität, klimaökologischem Leitbild, Topografie, etc. ergeben. Sie ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt an Typologien, die sich zu attraktiven Quartieren in jeweils angemessener Dichte und Höhenentwicklung fügen. Die Dachlandschaften sind geprägt durch die Kombination aus Dachbegrünung und PV in Verbindung u. a. mit der Nutzung von Dachterrassen durch die Hausgemeinschaften oder der Produktion lokaler Lebensmittel. Im Kontext eines schonen Umgangs mit Grund und Boden sowie der damit einhergehenden Multikodierung sind hierbei Flächen im Stadtteil neu zu identifizieren und zu qualifizieren.

Innerhalb der Gebäudetypologien lassen sich auch gemeinschaftliche Wohnkonzepte und innovative Kombinationen von Wohnen und Arbeiten abbilden. Auch die bewusste Nutzungsoffenheit von Teilen der Bebauung im Hinblick auf unterschiedliche Nutzungsoptionen in der Zukunft können Teil der Konzeption sein.

Die Maßstäblichkeit und Parzellierung der Bebauung sind so ausgelegt, dass die Umsetzung kleinteiliger gemeinwohlorientierter Entwicklungskonzepte unterstützt wird.

Neben der Versorgung mit Wohnraum, ist die Ansiedlung und Integration von weiteren, ergänzenden Nutzungen essenziell für die Belebung und den urbanen Charakter des zukünftigen Stadtteils. Hierzu zählen Einrichtungen für Bildung und Kultur wie z. B. Zentraldepot Hessenarchäologie, ebenso wie Nahversorgungsangebote und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Durch die intelligente Kombination von Nutzungen an zentral gelegenen und besonderen Orten, auch z. B. in der Verbindung mit multimodalen Umsteigepunkten (sog. „Mobility Hubs“), können sich kleine urbane Zentren oder attraktive Räume bilden, die auf den gesamten Stadtteil „ausstrahlen“.

Für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen und gewerblich genutzte Räume werden keine konkreten Flächenvorgaben gemacht und kein Raumprogramm vorgegeben. Es sind jedoch Flächenanteile in einem angemessenen Umfang für zukunftsweisende Arbeitsmodelle vorzusehen, wie z. B. kleinteilige Nutzungen der Kreativwirtschaft, urbane Produktion, Gewerbe-/Handwerkerhöfe, hybride Nutzungskonzepte, etc. Diese können je nach Konzept dezentral in die Wohnquartiere integriert oder auch an dafür geeigneten Orten geclustert werden. Grundsätzlich werden erdgeschossige Lagen bevorzugt, die von der Straße aus sichtbar und öffentlichkeitswirksam sind und zur Belebung der Straßenräume beitragen.

Zielbild Landschaftsraum

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Der Planungsraum Ostfeld umfasst ein Zusammenspiel hoch ausdifferenzierter und zum großen Teil vielfältig ausstrukturierter Landschaftsbestandteile, welche einen wesentlichen Teil des ca. 450 ha großen Planungsgebiets ausmachen. Der Charakter des Raums ist geprägt durch offene und teils seltene Landschaften, die in der Gemarkung Wiesbaden und darüber hinaus mitunter schwer zu finden und demzufolge als sensibel und schützenswert einzustufen sind. Aus diesem Umstand heraus verfügt dieser Raum über nicht zu unterschätzende landschaftliche, naturhaushaltliche, natur- und artenschutzfachliche und agrarkulturelle Potentiale, die eine spezielle Herausforderung im Planungsprozess mit sich bringen. Insbesondere soll auch der ökologischen Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen mehr Bedeutung zukommen.

Ziel muss es sein, den Charakter des Landschaftsraumes so weit zu schützen und zu fördern, dass die im Bestand vorhandenen urtypischen Potentiale des Raums erhalten und weiterentwickelt werden können. Durch die Planung darf der gebietseigene Charakter des Raums nicht verloren gehen. Hier ergibt sich insbesondere ein großes Potential in der weiterhin extensiven, reduzierten und zielorientierten Nutzung und Weiterentwicklung des aktuell in Betrieb befindlichen Steinbruchbereichs und der ortstypischen und geländetypologisch angepassten Einbindung der Bebauung in den umgebenden Landschaftsraum. Auch das Halten und im besten Falle Weiterentwickeln des momentan ortstypisch und besonders schützenswerten Arteninventars muss übergeordnetes und erklärtes Teilziel des Projektes sein.

Im Weiteren ist der klimaresiliente Umgang mit Niederschlagswasser planerisch zu berücksichtigen und innovativ zu bewältigen. Dies bedingt eine mitzudenkende Multikodierung von Flächen, die u. a. auch den Landschaftsraum betreffen können. Zusätzlich sind Starkregen und Dürre umweltbedingte Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Diese Belange sind mit einzubinden im Sinne einer klimaresilienten Stadtentwicklung.

In Hinblick auf die Folgen des Klimawandels und die Erhaltung einer lebenswerten Wohn- und Umgebungsqualität in Wiesbaden sind Anforderungen an die klimaökologischen Gunstfunktionen des Landschaftsraums zu beachten und zu schützen, auch in Auswirkungen auf südlich gelegene Synergiebereiche Wiesbadens, die im unmittelbaren Wirkzusammenhang des Projektes liegen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Landschaftsraum in seiner Eigenart eine hohe Herausforderung mit sich bringt. Die Funktion des Naturhaushaltes zu sichern und den Charakter der Landschaft in ihrer Eigenart und Schönheit weitgehend zu erhalten, muss eine hohe Priorität im Prozess eingeräumt werden. Die Herausforderungen, die dies mit sich bringt, müssen intelligent und innovativ gelöst werden unter Berücksichtigung der rechtlichen und gesetzlichen Bindungen mit vorausschauendem und nachhaltigem Blick auf die Lebensqualität jetziger und künftiger Generationen.

Zielbild Mobilität

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Der neue Stadtteil verbindet eine flächen- und ressourcensparende städtebauliche Entwicklung mit einem innovativen Mobilitätskonzept und wird damit zum Modellprojekt im RheinMain-Gebiet. Das zukünftige Verkehrsvolumen, das sich aus den mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und einigen Tausend Arbeitsplätzen in den beiden Teilbereichen Stadtquartier und BKA-Standort generiert, wird stadt- und klimaverträglich durch die intelligente Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger und -mittel im Rahmen eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes organisiert. Dieses dient auch einer bestmöglichen Vernetzung mit der Gesamtstadt sowie der Region Rhein-Main. Je stärker dabei die unterschiedlichen Verkehrsträger untereinander vernetzt werden, umso effizienter kann eine zukunftsgerichtete Mobilitätswende gelingen.

Das Rückgrat der Erschließung des neuen Stadtteils bildet der schienengebundene Personennahverkehr, dessen Trasse barrierearm in die Landschaft und die neuen Quartiere integriert wird. Ein weiterer Schlüssel für die zukünftige Erschließung des Gebietes liegt in der Einbindung von neuen Wegeführungen in das bestehende Erschließungsnetz, das Landschaftsraum und benachbarte Stadtteile miteinander verbindet. So stellt das Plangebiet u.a. einen wichtigen „Trittstein“ in der Fuß- und Radwegeverbindung vom Taunus zum Rhein dar.

Die Anbindung an das benachbarte Erbenheim bietet Potenziale für die gemeinsame Nutzung sozialer und kultureller Einrichtungen. Verbesserte Wegeverbindungen ins südlich angrenzende Mainz-Kastel bietet ebenfalls Chancen für das Zusammenwachsen der Stadtteile.

Das bestehende Fuß- und Radwegenetz soll weiter ausgebaut und optimiert werden. Durch eine hohe Durchlässigkeit im Wegenetz und Barrierefreiheit für den Fuß- und Radverkehr werden kurze Wege geschaffen und die Mobilitätsteilhabe aller Bevölkerungsgruppen ermöglicht. Kreuzungsfreie Querungen der großen Infrastrukturtrassen (Bahngleise, Autobahn, Bundestraße) erhöhen zudem die Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs und führen zu einer Entlastung des motorisierten Individualverkehrs (MIV).

Der „Sichtbarkeit“ des neuen Stadtteils, also der Gestaltung der Siedlungskanten, der Eingangssituationen und der Übergänge in den Landschaftsraum kommt eine besondere Bedeutung zu. Sowohl der BKA-Behördenstandort als auch das neue Stadtquartier werden im Sinne einer nachhaltigen Mobilität in ihren Kernbereichen nahezu autofrei ausgelegt sein. Alle Einrichtungen und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sind zu Fuß oder per Rad erreichbar. Dem Fuß- und Radverkehr wie auch dem ÖPNV wird Vorrang eingeräumt.

Die Straßenräume in den Wohnquartieren sollen nicht durch den Verkehr dominiert werden, sondern den Charakter von vielfältig gestalteten Aufenthaltsräumen für das nachbarschaftliche Zusammenleben erhalten. Der Mensch als Maßstab gilt auch hier als Leitziel. Fahrrad- und Lastenradstellplätze werden ebenerdig und wohnungsnah angeordnet.

Stellplätze für private PKW (Stellplatzschlüssel von 0,2 je Wohneinheit) werden deutlich im Sinne autoarmer Quartiersbereiche reduziert. Private Stellplätze und Car-Sharing-Angebote werden in Quartiersgaragen verortet, die mit weiteren Nutzungen ergänzt werden wie z. B. Mobility Hubs. Kleinere, dezentral verteilte Mobility Hubs mit Sharing-Angeboten liegen an den Schnittstellen zum ÖPNV und sind durch öffentliche Nutzungen und Serviceangebote angereichert. Diese Mobility Hubs bzw. Umsteigeorte in zentraler Lage sind Frequenzbringer für die angrenzenden Nutzungen und fördern die urbane Vielfalt im neuen Stadtteil.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Wiesbaden hat einen strukturell erhöhten Bedarf an Wohn- und Arbeitsstätten. Für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung ist es erforderlich, auch Wachstumsmöglichkeiten innerhalb der Grenzen der Stadt zu nutzen, die außerhalb bestehender Siedlungen liegen.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs

Anlass für den Ideenwettbewerb für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Ostfeld ist ein erhöhter Bedarf an Wohn- und Arbeitsstätten in Wiesbaden. Gleichzeitig ist das Angebot an Wohnraum knapp. Für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung ist es erforderlich, auch Wachstumsmöglichkeiten innerhalb der Grenzen der Landeshauptstadt Wiesbaden zu nutzen, die außerhalb bestehender Siedlungsbereiche liegen.

Es soll ein großer, innovativer und visionärer Stadtteil mit überwiegender Wohn-, aber auch mit Gewerbenutzung geschaffen werden, der selbständig funktioniert und über eine eigene Identität verfügt. Der neue Stadtteil soll ein Leuchtturmprojekt für die Landeshauptstadt Wiesbaden und die Region Rhein-Main werden, bei dem Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Stadtentwicklung angewandt werden. Ziel ist es, Wohnraum für mindestens 10.000 Menschen zu schaffen. Das urbane Stadtquartier am Fort Biehler wird mit einer hohen städtebaulichen Dichte und Nutzungsmischung auf ca. 70 ha geplant. Durch die Planung soll ein ausgewogener Mix aus Wohnen, Arbeiten, Freiflächen und Biotopflächen entstehen. Neue Arbeitsplätze sollen vorrangig auf einer ca. 30 ha großen Gewerbefläche, die sich nördlich der Autobahn A66 befindet, geschaffen werden. Dort wird das Bundeskriminalamt mit einem Neubau-Campus angesiedelt.

 

Lage und Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets

Das Planungsgebiet umfasst sowohl das urbane Stadtquartier am Biehler Wäldchen und den neuen zentralen Standort des Bundeskriminalamtes als auch die Gestaltung des zu erhaltenden Landschaftsraumes im ca. 450 Hektar großen Areal im Südosten der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Lage und Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets

Das ca. 450 ha große Wettbewerbsgebiet liegt südöstlich der Wiesbadener Innenstadt und tangiert die Stadtteile Erbenheim, Biebrich, Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Wiesbaden Südost. Der Bereich weist eine zentrale Lage innerhalb der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main auf und ist verkehrlich sehr gut angebunden. Das Wettbewerbsgebiet wird im Osten durch die B455 und im Süden durch die A671 begrenzt, sowie durch die in Ost-West-Richtung verlaufende A66 horizontal gegliedert. Der Bereich „Kalkofen“ liegt nördlich der A66 und wird im Westen von den Dauerkleingärten „Kinzenberg“ sowie dem Südfriedhof begrenzt. Am östlichen Gebietsrand liegt die Splittersiedlung am Fort Biehler mit dem sogenannten Biehler Wäldchen. Eine Auffahrt auf die B455 ist in Höhe der Siedlung möglich. Im Westen liegen Industrieanlagen mit Schwerpunkt Abfallentsorgung und Recycling, deren Haldenbildung den Rand des Gebiets definieren. Entlang der A66 im parallel verlaufenden Wäschbachtal liegen Gleisanlagen. Der nächstgelegene Halt der S-Bahn liegt mit Wiesbaden-Ost ca. 2 km von der Mitte des Wettbewerbsgebiets entfernt. Das Gesamtgebiet besitzt ein leichtes Nord-Süd-Gefälle, welches im südlichen Bereich zur A671 stärker abfällt, mit direktem Blick zum Rhein.

Das Wettbewerbsgebiet kann grundsätzlich in zwei Teilräume strukturiert werden, die jeweils nördlich und südlich der A66 liegen, wobei das Wäschbachtal einen naturräumlichen Einschnitt darstellt, der von Autobahn und Bahnschiene flankiert ist.

Nördlicher Teil des Wettbewerbsgebiets

Zwischen dem Südfriedhof und Erbenheim erstreckt sich der nördliche Teil des Wettbewerbsgebiets. Hier prägen die großflächigen Bereiche des Ländchens mit ihrer Weiträumigkeit das Landschaftsbild. Gemeinsame Charakteristik dieser Flächen ist ihre verhältnismäßig flache Neigung. Das Landschaftsbild der Flachhänge und Ebenen im Ländchen wird vorrangig von der großflächigen Ackernutzung geprägt.

Der Wäschbach hat sich deutlich in die mittlere Terrasse eingegraben und bildet einen ausgeprägten Talraum im mittleren Main-Taunusvorland. Am südlichen Hang hat das Wäschbachtal durch den Abbau im Dyckerhoffbruch seine obere natürliche Begrenzung verloren. Verkehrstrassen mit Dämmen und großen Kreuzungsbauwerken prägen das Landschaftsbild. Es existieren nur kleinere, vereinzelte bauliche Nutzungen im nördlichen Teilbereich.

Südlicher Teil des Wettbewerbsgebiets

Der größere Teil des Wettbewerbsgebiets liegt südlich der A66 und westlich der B455. Auch in diesem Bereich nimmt die landwirtschaftliche Nutzung einen großen Raum ein. Das Landschaftsbild wird von außerordentlicher Weiträumigkeit geprägt. Die fernen Kulissen von Hochtaunus und Eppsteiner Horst bilden den nördlichen Rahmen. Im Norden und Nordosten werden sie visuell nur wenig vom oberen Main-Taunusvorland überragt. In der Petersberger Ebene gibt es den kleinen bewaldeten Petersberg. Hier steht das ehemalige Fort Biehler, eingerahmt vom sogenannten Biehler Wäldchen. Östlich an das Wäldchen angrenzend befindet sich die Siedlung am Fort Biehler. Von dort neigt sich das Gelände etwas stärker nach Süden, wodurch zum Wäldchen auf dem Petersberg ein starker Kontrast entsteht, der das Landschaftsbild des östlichen Raumes prägt. Die in weiten Bögen geschwungenen Hänge im Süden gliedern die großflächige Terrassen-Landschaft. Sie begrenzen den unteren Bereich der Täler von Rhein und Main und deuten auf den Uferverlauf ehemaliger Flusswindungen hin. Im oberen Teil des Terrassenhanges am Petersberg ermöglicht die Ackernutzung zwischen den dichten, teilweise hohen Gehölzen den weiten Blick vom Petersberg in die Flusstäler.

Im Bereich des Dyckerhoff Kalksteinbruches, der Deponie und den Gewerbeflächen ist das ursprüngliche Landschaftsbild komplett durch den Kalkabbau und abfallwirtschaftliche Nutzungen verändert worden.

Die Siedlung Am Fort Biehler stellt die größte bauliche Agglomeration im Wettbewerbsgebiet dar. Weitere bauliche Strukturen finden sich im Südwesten des Gebietes. Entlang des Unteren Zwerchwegs liegt die Anlage des Hessler Hofs. Daneben sind auf dem gemeinsamen Gelände des Tierparks Mainz-Kastel und des Cyperus Vereins einige bauliche Anlagen errichtet worden. Entlang der Theuersbornhohl, dem Oberen Zwerchweg und dem Berstädter Weg finden sich weitere Aussiedlerhöfe und Freizeitgärten.

Startklar für den Wettbewerb

Der Text der Auslobung für den Ideenwettbewerb für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Ostfeld wurde im Konsens erarbeitet. Alle Beteiligten verständigten sich in einem intensiven Prozess im Rahmen mehrerer Workshops darüber, welche Ziele die Entwicklung des Gebiets erreichen soll.

Startklar für den Ideenwettbewerb

Die Auslobung für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Ostfeld dokumentiert die ambitionierten landschaftsplanerischen und städtebaulichen Ziele, etwa in Sachen Klima, Energie und Mobilität. Diese Kriterien wurden bis ins Detail festgelegt. Darüber wurde zwischen allen beteiligten Ämtern und Behörden ein Konsens erzielt. Diesen ambitionierten Zielen müssen nun die Planungsbüros mit ihren Konzepten gerecht werden.

Die Auslobungsunterlagen wurden in intensiver Zusammenarbeit mit Fachleuten aus zehn Fachämtern der Stadtverwaltung, der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) sowie anderen städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben, aber auch gemeinsam mit den Institutionen auf Landes- und Bundesebene wie dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen oder im Bundeskriminalamt erarbeitet. Alle Beteiligten schauen mit ihrer Fachkenntnis und aus ihrer Perspektive auf die SEM Ostfeld. Damit die Auslobung am Ende von allen mitgetragen wird, mussten die Ansprüche an die SEM Ostfeld gemeinsam erarbeitet werden.

Ein dreitägiger Workshop zur inhaltlichen Vorbereitung der Auslobung

Ein wichtiger Schritt in Hinblick auf den Ideenwettbewerb bestand darin, aufbauend auf den vorbereitenden Untersuchungen und dem Satzungsbeschluss zur SEM Ostfeld für die Auslobung eine gemeinsame Position der Landeshauptstadt Wiesbaden zu entwickeln. Dabei standen Zielbilder für den Landschaftsraum, den Siedlungsraum und das Thema Mobilität im Fokus. Zur Klärung der inhaltlichen Rahmenbedingungen für den Ideenwettbewerb fand im März 2023 ein dreitägiger Workshop mit Fachleuten aus der Stadtverwaltung Wiesbaden, den städtischen Eigenbetrieben und Gesellschaften sowie von Bundesbehörden- und Landesbehörden dazu statt. Im Rahmen der Workshoptage referierten u. a. externe Fachleute zu den Kernthemen Klima, Energie und Mobilität, die für die SEM Ostfeld eine zentrale Bedeutung haben, und es wurde intensiv miteinander diskutiert. So bildete sich eine gemeinsame Haltung zu den wesentlichen Zielbildern und qualitativen Vorgaben für den Landschaftsraum, den Siedlungsraum und die Mobilität heraus.

Erarbeitung der Zielbilder

In den Workshops wurden die Zielbilder für drei zentrale Themenbereiche erarbeitet: Siedlungsraum, Landschaftsraum und Mobilität. Diese Zielbilder stellen die gemeinsame Position der verschiedenen Fachämter der Stadtverwaltung, der Eigenbetriebe bzw. Gesellschaften Wiesbadens sowie der Landes- und Bundesbehörden dar. Die Texte geben qualitative und quantitative Ziele für den Ideenwettbewerb vor.

Im Rahmen des Workshops wurde die Zahl der Menschen, die in einem künftigen Stadtteil am Fort Biehler leben werden, auf mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner festgelegt. Diese Zahl ergibt sich aus den infrastrukturellen Rahmenbedingungen für einen in sich funktionierenden Stadtteil. Sie wird nun für den Wettbewerb zugrunde gelegt.

Hintergrund der Workshops

  • Informations- und Wissensvermittlung über den fachlichen Arbeitsstand zur Auslobung des Ideenwettbewerbs und zu übergreifenden, relevanten Fachthemen (Experteninputs)
  • Erarbeitung einer gemeinsamen Position der Landeshauptstadt Wiesbaden zu wesentlichen Zielbildern und qualitativen Vorgaben für den Landschaftsraum, Siedlungsraum und Mobilität
  • Identifikation von offenen bzw. ungeklärten Punkten, Fragen und Schnittstellenthemen

Zusammensetzung

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Für die Workshops kamen Fachleute aus folgenden Bereichen zusammen:

Fachämter der Stadtverwaltung:

  • Umweltamt
  • Amt für Soziale Arbeit
  • Sportamt
  • Stadtplanungsamt
  • Bauaufsichtsamt (Untere Denkmalschutzbehörde)
  • Tiefbauamt
  • Grünflächenamt
  • Dezernat III: Bildungsplanung
  • Dezernat IV: Referat für Wirtschaft und Beschäftigung
  • Dezernat V: Stabsstelle Mobilitätskonzepte

Eigenbetriebe und Gesellschaften der Stadt:

  • ELW Wiesbaden
  • ESWE Versorgungs AG
  • ESWE Verkehr
  • Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH
  • Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH (SEG)

Bundesbehörden:

  • Bundeskriminalamt
  • Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Landesbehörden:

  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen
  • Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen

Experteninputs:

  • Klima: INKEK GmbH – Institut für Klima- und Energiekonzepte, Lohfelden
  • Energie: ee concept GmbH, Darmstadt
  • Mobilität: Benz + Walter GmbH, Wiesbaden

Ablauf

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Jeder Workshop-Tag hatte einen inhaltlichen Schwerpunkt: Tag 1 bezog sich auf den Landschaftsraum und Tag 2 auf den Siedlungsraum des Planungsgebietes. In einem dritten digitalen Treffen erfolgte im Nachgang zu beiden Vor-Ort-Veranstaltungen die Klärung offen gebliebener Aspekte bzw. die Konkretisierung des weiteren Umgangs für den Ideenwettbewerb.

Entwicklungsziele für das Ostfeld

Auf einer Karte wird grafisch veranschaulicht, welche landschaftsplanerischen und städtebaulichen Anforderungen die Konzepte erfüllen müssen, die zum Ideenwettbewerb für das Ostfeld erarbeitet werden – zum Beispiel bei den Verkehrswegen oder der Frischluftzufuhr.

Die Entwicklungsziele für das Ostfeld

Die Planung eines neuen Stadtteils für mindestens 10.000 Menschen erfordert Phantasie, Mut und Verantwortungsbewusstsein, da die heutigen Entscheidungen den Lebensraum für eine zukünftige Stadtgesellschaft prägen, deren Lebensmodelle und Alltagspraktiken sich in einem permanenten Veränderungsprozess befinden.

Für die Stadterweiterung im Wiesbadener Ostfeld ist vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Klimakrise Nachhaltigkeit und Resilienz besonders wichtig. Die Landschaft soll ein zentraler Taktgeber sein und sowohl die städtebauliche Entwicklung im Gesamten als auch die einzelnen Siedlungsbereiche beeinflussen. Wichtige ökologische, klimatische und landschaftliche Funktionsbereiche werden dauerhaft geschützt und gestärkt. Besonderes Augenmerk liegt auf dem sparsamen Umgang mit Ressourcen und Schutzgütern.

Die neuen Quartiere zeichnen sich durch zusammenhängende, durchgrünte und überwiegend dem Fuß- und Radverkehr vorbehaltene öffentliche Räume aus. Die geeigneten Teile des umgebenden Landschaftsraumes übernehmen wichtige Funktionen für Freizeit, Naherholung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Der Neubau des Bundeskriminalamts soll Identität stiften und eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität aufweisen. Das Stadtquartier am Biehler Wäldchen soll Raum für unterschiedliche Formen des Wohnens und Arbeitens sowie moderne Bildungsformen ermöglichen und die soziale Vielfalt widerspiegeln. Es entsteht ein lebenswerter Stadtteil mit einer funktionierenden Nahversorgung und einer sozialen Infrastruktur, in dem der Mensch der Maßstab ist.

In der Umsetzung wird Kreislaufwirtschaft, ressourcenschonendes Wassermanagement, die regenerative Energieversorgung und CO2-Neutralität eine zentrale Rolle spielen. Die ästhetischen Prinzipien für die städtebauliche und landschaftsplanerische Entwicklung sollen durch den Ideenwettbewerb erarbeitet werden. Dieser wird erste Antworten geben und wertvolle Grundlagen für die weitere Entwicklung liefern.

Zielbild Landschaftsraum

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Der Planungsraum Ostfeld umfasst ein Zusammenspiel hoch ausdifferenzierter und zum großen Teil vielfältig ausstrukturierter Landschaftsbestandteile, welche einen wesentlichen Teil des ca. 450 ha großen Planungsgebiets ausmachen. Der Charakter des Raums ist geprägt durch offene und teils seltene Landschaften, die in der Gemarkung Wiesbaden und darüber hinaus mitunter schwer zu finden und demzufolge als sensibel und schützenswert einzustufen sind. Aus diesem Umstand heraus verfügt dieser Raum über nicht zu unterschätzende landschaftliche, naturhaushaltliche, natur- und artenschutzfachliche und agrarkulturelle Potentiale, die eine spezielle Herausforderung im Planungsprozess mit sich bringen. Insbesondere soll auch der ökologischen Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen mehr Bedeutung zukommen.

Ziel muss es sein, den Charakter des Landschaftsraumes so weit zu schützen und zu fördern, dass die im Bestand vorhandenen urtypischen Potentiale des Raums erhalten und weiterentwickelt werden können. Durch die Planung darf der gebietseigene Charakter des Raums nicht verloren gehen. Hier ergibt sich insbesondere ein großes Potential in der weiterhin extensiven, reduzierten und zielorientierten Nutzung und Weiterentwicklung des aktuell in Betrieb befindlichen Steinbruchbereichs und der ortstypischen und geländetypologisch angepassten Einbindung der Bebauung in den umgebenden Landschaftsraum. Auch das Halten und im besten Falle Weiterentwickeln des momentan ortstypisch und besonders schützenswerten Arteninventars muss übergeordnetes und erklärtes Teilziel des Projektes sein.

Im Weiteren ist der klimaresiliente Umgang mit Niederschlagswasser planerisch zu berücksichtigen und innovativ zu bewältigen. Dies bedingt eine mitzudenkende Multikodierung von Flächen, die u. a. auch den Landschaftsraum betreffen können. Zusätzlich sind Starkregen und Dürre umweltbedingte Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Diese Belange sind mit einzubinden im Sinne einer klimaresilienten Stadtentwicklung.

In Hinblick auf die Folgen des Klimawandels und die Erhaltung einer lebenswerten Wohn- und Umgebungsqualität in Wiesbaden sind Anforderungen an die klimaökologischen Gunstfunktionen des Landschaftsraums zu beachten und zu schützen, auch in Auswirkungen auf südlich gelegene Synergiebereiche Wiesbadens, die im unmittelbaren Wirkzusammenhang des Projektes liegen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Landschaftsraum in seiner Eigenart eine hohe Herausforderung mit sich bringt. Die Funktion des Naturhaushaltes zu sichern und den Charakter der Landschaft in ihrer Eigenart und Schönheit weitgehend zu erhalten, muss eine hohe Priorität im Prozess eingeräumt werden. Die Herausforderungen, die dies mit sich bringt, müssen intelligent und innovativ gelöst werden unter Berücksichtigung der rechtlichen und gesetzlichen Bindungen mit vorausschauendem und nachhaltigem Blick auf die Lebensqualität jetziger und künftiger Generationen.

Zielbild Siedlungsraum

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Ausgangspunkt und zentrale Zielsetzung für die Gebietsentwicklung im Ostfeld ist die Schaffung eines lebendigen und zukunftsweisenden Stadtquartiers für mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner samt der notwendigen technischen, grünen und sozialen Infrastruktur im Umfeld des Biehler Wäldchen/Fort Biehler sowie die Ansiedlung eines neuen zentralen Standortes für das BKA nördlich der BAB 66. Der räumliche Zusammenhalt zwischen den beiden Siedlungsbereichen und zu den angrenzenden Stadtteilen wird im Wesentlichen durch den umgebenden Landschaftsraum hergestellt, dem insofern eine herausragende Bedeutung als Orientierung und Verknüpfung sowie identitätsstiftender Bestandteil der räumlichen Neuordnung zukommt.

Die Notwendigkeit des Landschaftsschutzes und die im Zielbild Landschaftsraum beschriebenen differenzierten Herausforderungen und Qualitäten gehen einher mit der Anforderung an einen möglichst geringen Flächenverbrauch und Versiegelungsgrad bei den neu zu bebauenden Gebieten. Im städtebaulichen Entwurf muss es darum gehen, ein Maximum an verträglicher urbaner Dichte bei gleichzeitiger Maximierung der Freiflächen zu gewährleisten und den Landschafts- und Siedlungsraum gemeinsam zu betrachten. Dabei kommt den Übergangsbereichen eine besondere Bedeutung zu.

Ein Beitrag zur effizienten Flächennutzung kann und sollte in der „Multikodierung“, d. h. der Mehrfach- oder Nacheinander-Nutzung, von Freiflächen liegen. Eine solche Verdichtung und Überlagerung von Nutzungen dient der Belebung, Aneignung und sozialen Mischung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Nachhaltigkeit des Quartiers. Dies ermöglicht auch neue Ansätze von umwelt- und klimarelevanten Anforderungen im Siedlungsraum als Synergien mit den Freiflächen zu denken.

Für das gesamte Gebiet ist das Prinzip des „menschlichen Maßstabs“ zugrunde zu legen. Dies gilt sowohl für die Freiflächen und Bewegungsräume als auch für die zukünftige Bebauungsstruktur. Neben einem qualitätvollen und differenzierten Konzept für die Nutzung der Außenräume ist besonderes Augenmerk auf eine angemessene Zonierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiflächen zu achten. Diese sollen weitgehend autofrei und daher insbesondere für Kinder und ältere Menschen gefahrlos zu nutzen sein. Wohnungsnahe Spielflächen, gemeinschaftlich zu nutzende Gärten (z. B. organisiert durch lokale Vereine o. ä.) bilden die Grundlage für die Herausbildung vitaler Nachbarschaften und ermöglichen neue Qualitäten für das Wohnumfeld zu konzipieren.

Aspekte der Klimaresilienz sind bei der Gestaltung der Freiräume in den einzelnen Bereichen des Stadtquartiers besonders zu berücksichtigen. Dies betrifft die Verschattung, Kühlung, Durchlässigkeit für die Kaltluftströme von Nord nach Süd, Aufnahme und Versickerung von Oberflächenwasser aus Starkregenereignissen, etc.

Die zukünftige Bebauung in dem neuen Stadtteil berücksichtigt ebenfalls die vielschichtigen Rahmenbedingungen, die sich aus Umweltbelangen, Landschaftsbezügen, Mobilität, klimaökologischem Leitbild, Topografie, etc. ergeben. Sie ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt an Typologien, die sich zu attraktiven Quartieren in jeweils angemessener Dichte und Höhenentwicklung fügen. Die Dachlandschaften sind geprägt durch die Kombination aus Dachbegrünung und PV in Verbindung u. a. mit der Nutzung von Dachterrassen durch die Hausgemeinschaften oder der Produktion lokaler Lebensmittel. Im Kontext eines schonen Umgangs mit Grund und Boden sowie der damit einhergehenden Multikodierung sind hierbei Flächen im Stadtteil neu zu identifizieren und zu qualifizieren.

Innerhalb der Gebäudetypologien lassen sich auch gemeinschaftliche Wohnkonzepte und innovative Kombinationen von Wohnen und Arbeiten abbilden. Auch die bewusste Nutzungsoffenheit von Teilen der Bebauung im Hinblick auf unterschiedliche Nutzungsoptionen in der Zukunft können Teil der Konzeption sein.

Die Maßstäblichkeit und Parzellierung der Bebauung sind so ausgelegt, dass die Umsetzung kleinteiliger gemeinwohlorientierter Entwicklungskonzepte unterstützt wird.

Neben der Versorgung mit Wohnraum, ist die Ansiedlung und Integration von weiteren, ergänzenden Nutzungen essenziell für die Belebung und den urbanen Charakter des zukünftigen Stadtteils. Hierzu zählen Einrichtungen für Bildung und Kultur wie z. B. Zentraldepot Hessenarchäologie, ebenso wie Nahversorgungsangebote und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Durch die intelligente Kombination von Nutzungen an zentral gelegenen und besonderen Orten, auch z. B. in der Verbindung mit multimodalen Umsteigepunkten (sog. „Mobility Hubs“), können sich kleine urbane Zentren oder attraktive Räume bilden, die auf den gesamten Stadtteil „ausstrahlen“.

Für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen und gewerblich genutzte Räume werden keine konkreten Flächenvorgaben gemacht und kein Raumprogramm vorgegeben. Es sind jedoch Flächenanteile in einem angemessenen Umfang für zukunftsweisende Arbeitsmodelle vorzusehen, wie z. B. kleinteilige Nutzungen der Kreativwirtschaft, urbane Produktion, Gewerbe-/Handwerkerhöfe, hybride Nutzungskonzepte, etc. Diese können je nach Konzept dezentral in die Wohnquartiere integriert oder auch an dafür geeigneten Orten geclustert werden. Grundsätzlich werden erdgeschossige Lagen bevorzugt, die von der Straße aus sichtbar und öffentlichkeitswirksam sind und zur Belebung der Straßenräume beitragen.

Zielbild Mobilität

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Der neue Stadtteil verbindet eine flächen- und ressourcensparende städtebauliche Entwicklung mit einem innovativen Mobilitätskonzept und wird damit zum Modellprojekt im RheinMain-Gebiet. Das zukünftige Verkehrsvolumen, das sich aus den mindestens 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und einigen Tausend Arbeitsplätzen in den beiden Teilbereichen Stadtquartier und BKA-Standort generiert, wird stadt- und klimaverträglich durch die intelligente Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger und -mittel im Rahmen eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes organisiert. Dieses dient auch einer bestmöglichen Vernetzung mit der Gesamtstadt sowie der Region Rhein-Main. Je stärker dabei die unterschiedlichen Verkehrsträger untereinander vernetzt werden, umso effizienter kann eine zukunftsgerichtete Mobilitätswende gelingen.

Das Rückgrat der Erschließung des neuen Stadtteils bildet der schienengebundene Personennahverkehr, dessen Trasse barrierearm in die Landschaft und die neuen Quartiere integriert wird. Ein weiterer Schlüssel für die zukünftige Erschließung des Gebietes liegt in der Einbindung von neuen Wegeführungen in das bestehende Erschließungsnetz, das Landschaftsraum und benachbarte Stadtteile miteinander verbindet. So stellt das Plangebiet u.a. einen wichtigen „Trittstein“ in der Fuß- und Radwegeverbindung vom Taunus zum Rhein dar. Die Anbindung an das benachbarte Erbenheim bietet Potenziale für die gemeinsame Nutzung sozialer und kultureller Einrichtungen. Verbesserte Wegeverbindungen ins südlich angrenzende Mainz-Kastel bietet ebenfalls Chancen für das Zusammenwachsen der Stadtteile.

Das bestehende Fuß- und Radwegenetz soll weiter ausgebaut und optimiert werden. Durch eine hohe Durchlässigkeit im Wegenetz und Barrierefreiheit für den Fuß- und Radverkehr werden kurze Wege geschaffen und die Mobilitätsteilhabe aller Bevölkerungsgruppen ermöglicht. Kreuzungsfreie Querungen der großen Infrastrukturtrassen (Bahngleise, Autobahn, Bundestraße) erhöhen zudem die Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs und führen zu einer Entlastung des motorisierten Individualverkehrs (MIV). Der „Sichtbarkeit“ des neuen Stadtteils, also der Gestaltung der Siedlungskanten, der Eingangssituationen und der Übergänge in den Landschaftsraum kommt eine besondere Bedeutung zu.

Sowohl der BKA-Behördenstandort als auch das neue Stadtquartier werden im Sinne einer nachhaltigen Mobilität in ihren Kernbereichen nahezu autofrei ausgelegt sein. Alle Einrichtungen und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs sind zu Fuß oder per Rad erreichbar. Dem Fuß- und Radverkehr wie auch dem ÖPNV wird Vorrang eingeräumt. Die Straßenräume in den Wohnquartieren sollen nicht durch den Verkehr dominiert werden, sondern den Charakter von vielfältig gestalteten Aufenthaltsräumen für das nachbarschaftliche Zusammenleben erhalten. Der Mensch als Maßstab gilt auch hier als Leitziel.

Fahrrad- und Lastenradstellplätze werden ebenerdig und wohnungsnah angeordnet. Stellplätze für private PKW (Stellplatzschlüssel von 0,2 je Wohneinheit) werden deutlich im Sinne autoarmer Quartiersbereiche reduziert. Private Stellplätze und Car-Sharing-Angebote werden in Quartiersgaragen verortet, die mit weiteren Nutzungen ergänzt werden wie z. B. Mobility Hubs. Kleinere, dezentral verteilte Mobility Hubs mit Sharing-Angeboten liegen an den Schnittstellen zum ÖPNV und sind durch öffentliche Nutzungen und Serviceangebote angereichert. Diese Mobility Hubs bzw. Umsteigeorte in zentraler Lage sind Frequenzbringer für die angrenzenden Nutzungen und fördern die urbane Vielfalt im neuen Stadtteil.

Meilensteine des Wettbewerbs

Der Zeitplan für den Ablauf des Ideenwettbewerbs steht fest. Für das Preisgericht und die teilnehmenden Planungsbüros gibt es bis zum Oktober 2024 verschiedene Meilensteine. Auch Termine für die Bürgerbeteiligung stehen fest.

Das kooperative Wettbewerbsverfahren

Das kooperative Wettbewerbsverfahren ist als lernender Prozess zu verstehen, bei dem es zu verschiedenen Zeitpunkten die Möglichkeit gibt, Anregungen zu den Arbeiten vom Preisgericht und aus der interessierten Öffentlichkeit einzuholen und an die Planungsbüros/Teams weiterzugeben. Darüber hinaus können Erfahrungen aus der ersten Phase zu inhaltlichen Änderungen oder Anpassungen für die Ausarbeitung in der zweiten Phase führen, wodurch eine Präzisierung dieser Auslobung stattfinden kann.

1. Meilenstein:

Nach der ersten Bearbeitungsphase fand am 29. November 2023 eine Preisgerichtssitzung statt, bei der alle Arbeiten anonym vom Wettbewerbsmanagement vorgestellt wurden. Das Preisgericht wählte daraus sieben Teilnehmer für die zweite Phase des Wettbewerbs aus. Im Anschluss wurde die Anonymität der teilnehmenden Büros für die zweite Phase aufgehoben.

2. Meilenstein:

Vor der weiteren Bearbeitung wurden die Arbeiten im Rahmen eines Bürgerdialogs am 02. Dezember 2023 der interessierten Öffentlichkeit durch die Planungsbüros/Teams vorgestellt und Anregungen zu den einzelnen Beiträgen eingeholt. Hierbei wurden die Konzepte von den Planungsbüros/Teams selbst vorgestellt und Rückfragen aus der Öffentlichkeit beantwortet. Ferner flossen im Rahmen eines Online-Dialogs und weiterer Beteiligungsformate wertvolle Anregungen aus der Öffentlichkeit in den Entwurfsprozess ein.

Zwischen dem 2.und 3. Meilenstein findet ein kontinuierlicher Austausch, z.B. im Rahmen eines Arbeitsgesprächs am 14. März 2024, zwischen den teilnehmenden Büros und dem Preisgericht statt.

3. Meilenstein:

Nach einer anschließenden Bearbeitungszeit von zehn Wochen findet am 22. Mai 2024 eine öffentliche Zwischenpräsentation mit Bürgerbeteiligung statt, aus der weitere Empfehlungen für die Bearbeitung resultieren. Hierbei sollen die Entwurfsansätze von den Planungsbüros/Teams selbst vorgestellt und Rückfragen aus der Öffentlichkeit beantwortet werden. Ferner fließen im Rahmen eines Online-Dialogs weitere Anregungen aus der Öffentlichkeit in den Entwurfsprozess ein.

4. Meilenstein:

Die finale Bearbeitungsphase endet mit Abgabe der Wettbewerbsarbeiten Mitte Juli 2024, woran sich die Vorprüfung der Arbeiten anschließt.

5. Meilenstein:

Im Rahmen der Preisgerichtssitzung am 31. Oktober 2024 ermittelt das Preisgericht die Preisträger.

6. Meilenstein:

Im November 2024 werden die Ergebnisse des Wettbewerbs im Rahmen einer Bürgerdialogveranstaltung öffentlich vorgestellt. Die Vorstellung der Siegerentwürfe erfolgt durch die Preisträger.

Als Grundlage für die vertiefenden Planungen wird es anschließend weitere Beteiligungsformate geben. Mehr dazu finden Sie rechtzeitig an dieser Stelle.

Das Preisgericht

Das Preisgericht traf sich Ende Juni 2023 in Wiesbaden zur Preisgerichtsvorbesprechung zum ersten Mal. Die Gruppe machte sich auch zu einer Exkursion in das Ostfeld auf, um sich ein persönliches Bild von den Rahmenbedingungen und vorhandenen Nutzungen im Planungsgebiet zu machen.

Das Preisgericht

Das Preisgericht besteht aus externen, renommierten Fachexpertinnen und -experten aus den Bereichen Stadtplanung und Landschaftsplanung (Fachpreisgericht) sowie Stadträtinnen und Stadträten, Vertreterinnen und Vertretern des Bundes für das Bundeskriminalamt (BKA), des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden und der SEG Wiesbaden als Entwicklungsträger und Treuhänder der SEM Ostfeld (Sachpreisgericht). Außerdem wirken nicht stimmberechtigte Sachverständige und externe Fachexperten mit. Insgesamt sind über 80 Personen im Preisgericht vertreten.

Beurteilungskriterien

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Für beide Phasen des Ideenwettbewerbs werden folgende Kriterien für die Prüfung bzw. Preisgerichtsbeurteilung angewendet:

  • Leitidee/ Vision und Grundstruktur
  • Einbindung in den Landschaftsraum und Vernetzung mit der Umgebung
  • Umgang mit den naturräumlichen, ökologischen und landschaftlichen Gegebenheiten
  • gestalterische und räumliche Qualität des städtebaulichen Konzeptes
  • gestalterische und räumliche Qualität des Freiraumkonzeptes unter Einbezug multicodaler Ansätze
  • funktionale und gestalterische Qualität des Mobilitätskonzeptes
  • Tragfähigkeit und Entwicklungsfähigkeit der Nutzungsvorschläge (Wirtschaftlichkeit)
  • Ressourceneffizienz (nachhaltiges und integriertes ökologisches Gesamtkonzept unter Berücksichtigung der klimatischen und energetischen Aspekte sowie Anforderungen des Wassermanagements)
  • Umgang mit den Restriktionen
  • Erfüllung der Ziele nach Aufgabenstellung Teil B
  • Möglichkeit einer sinnvollen Entwicklung in Bauabschnitten (Stadtquartier)

Die Reihenfolge der aufgeführten Beurteilungskriterien stellt grundsätzlich keine Gewichtung dar.

Das Preisgericht traf sich erstmals

Das Preisgericht traf sich Ende Juni 2023 in Wiesbaden zur Preisgerichtsvorbesprechung. Dabei wurde allen Mitgliedern der zweiphasige Wettbewerb mit seinem kooperativen Ansatz vorgestellt und der Ablauf des Wettbewerbs bis Herbst 2024 besprochen. Die Gruppe machte sich auch zu einer Exkursion in das Ostfeld auf, um das Wettbewerbsgebiet kennenzulernen und sich ein eigenes Bild von den Rahmenbedingungen und vorhandenen Nutzungen zu machen.

Downloads

Hier finden Sie die Downloads rund um die Auslobung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbs.

Hier finden Sie Downloads rund um die Auslobung des städtebaulichen und freiraumplanerischen Wettbewerbs:

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