Der Bedarf ist groß, erläutert der Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: Tausende Wiesbadener Haushalte, die einen Anspruch auf eine sozial geförderte Wohnung haben, können keine bekommen. Das neue Stadtviertel wird für Entlastung auf dem Wohnungsmarkt sorgen. Der Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Ostfelds ist ein guter Zeitpunkt, um miteinander über die bestmögliche Umsetzung zu sprechen.

Vor welchen Herausforderungen stehen die Fachleute für Stadtplanung und Landschaftsgestaltung, die am europaweiten Ideenwettbewerb für das Ostfeld teilnehmen? Andrea Gebhard, die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer und Vorsitzende des Preisgerichts, sowie Prof. Sophie Wolfrum, die Vorsitzende des Gestaltungs- und Denkmalbeirats der Landeshauptstadt Wiesbaden und stellvertretende Vorsitzende des Preisgerichts, erläutern ihre Erwartungen an den Ideenwettbewerb. Am Ende soll ein Entwurf stehen, der die Stadtgesellschaft „beglückt“.

Wie muss ein Wohnumfeld in einem Stadtquartier gestaltet sein, damit es lebendig und lebenswert wird? Camillo Huber-Braun, der Leiter des Stadtplanungsamts der Landeshauptstadt Wiesbaden, erläutert die wichtigsten Kriterien. Sie gelten auch für den Ideenwettbewerb zur Gestaltung des neuen Stadtquartiers im Ostfeld.

Möglichst viele Wohnungen im neuen Stadtquartier im Ostfeld sollen bezahlbar und nachhaltig in Modulbauweise entstehen. Roland Stöcklin, der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) Wiesbaden erläutert, wie das konkret umgesetzt wird und welche Vorteile es für künftige Mieterinnen und Mieter bringt.

Die Entwürfe zur Gestaltung des neuen Stadtquartiers im Ostfeld werden schrittweise konkreter. Sebastian Kupski, der Geschäftsführer des Instituts für Klima- und Energiekonzepte (INKEK), wird die weitere Planung kontinuierlich begleiten. Die Basis dafür bildet das klimaökologische Gutachten, das sein Institut erstellt hat. Ein wichtiges Ziel: Die klimatischen Veränderungen etwa bei der Kaltluftzufuhr sollen so gering wie möglich gehalten werden.

Das Konzept für die Stadtentwicklung im Ostfeld muss offen und flexibel sein, erklärt Camillo Huber-Braun, der Leiter des Stadtplanungsamts der Landeshauptstadt Wiesbaden. Ob bei der Verkehrsanbindung oder beim Wassermanagement: Das neue Stadtquartier soll in vielen Aspekten ein Leuchtturmprojekt für Wiesbaden und darüber hinaus werden.

Beim ersten Bürgerforum zum Ostfeld im RMCC am 2. Dezember 2023 waren alle da: Die Fachleute für Stadtplanung und Landschaftsgestaltung von den sieben ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen, die vom Preisgericht für die zweite Phase ausgewählt wurden, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, der Leiter des Stadtplanungsamts und der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft – und nicht zuletzt viele interessierte Bürgerinnen und Bürger. Doch wie war die Atmosphäre an diesem Samstagnachmittag? Das haben wir in einem Rückblick-Video dokumentiert.